Weihnachtskrippen

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Geschichte der Weihnachtskrippe

Bereits im 4. Jahrhundert finden sich in Italien bildliche Darstellungen der Geburt Christi. Der genaue Ursprung der Krippe liegt allerdings im Dunklen.

Vermutlich können die geistlichen Schauspiele, die sich aus liturgischen Wechselgesängen entstanden, als Wurzel der Wihnachtskrippen angesehen werden. Urkundlich erwähnt sind religiöse Schaustellungen zur Weihnachtszeit bereits im Mittelalter. Oftmals wird auch die weihnachliche Meßfeier des heiligen Franziskus im Wald von Greccio im Jahre 1223 als Geburtsstunde der Krippe angesehen.

Die älteste heute noch vorhandene Kirchenkrippe Deutschlands ist die Domkrippe in Augsburg aus dem Jahre 1590. Ihre Blütezeit erlebte die Krippenkunst aber erst im 18. Jahrhundert.

Mit Beginn der Aufklärung verschwanden die Kirchenkrippen fast vollständig und wurde nur durch Aufnahme in Privathäusern gerettet. Besonders in der bäuerlichen Bevölkerung wurden Krippen aus selbstgeschnitzten Figuren beliebt.

Der Münchner Kommerzienrat Max Schmederer reiste überall umher und erwarb Krippen, die er der Nachwelt in der größten Krippensammlung der Welt, im Münchner Nationalmuseum, hinterließ.

TIPP:

Kombinieren Sie den Besuch der Krippenausstellung und des Münchner Weihnachtsmarktes zu einem vorweihnachtlichen Kurzurlaub!




Krippenausstellung

Das Bayerische Nationalmuseum besitzt die künstlerisch wertvollste und umfangreichste Krippensammlung der Welt. Gezeigt werden vorwiegend vielfigurige Weihnachtsszenen, die im Alpenraum und in den Krippenzentren Italiens in der Zeit zwischen 1700 und der Mitte des 19. Jahrhunderts geschaffen wurden.

Das Museum verdankt den größten Teil dieser unvergleichlichen Sammlung dem Münchner Kommerzienrat Max Schmederer (1854-1917). Er hatte schon um 1880/90 in Bayern und Tirol, später auch in Neapel Krippenfiguren gesammelt und sie den Münchnern jedes Jahr in seinem Privathaus zugänglich gemacht. Um die Jahrhundertwende vermachte er die bedeutendsten Stücke seiner Sammlung dem Bayerischen Nationalmuseum und bestimmte dort weitgehend selbst ihre Aufstellung.

Ein Rundgang durch die Krippensammlung des Bayerischen Nationalmuseums vermittelt nicht nur anschauliche Einblicke in die Entwicklungsgeschichte der Krippe in Süddeutschland und Italien - er vermag den Besucher in eine aus mittelalterlicher Frömmigkeit und barocker Inszenierung schöpfende Bilderwelt weihnachtlicher Thematik zu versetzen.


Anschrift:

Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München

Öffnungszeiten

Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 20.00 Uhr
Montags geschlossen

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